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24.09.2019 / Ausland / Seite 7

Rückkehr des Oligarchen

Ukraine: Exbankier Igor Kolomojskij erneut auf politischer Bühne. Mit Entschädigungsforderungen

Reinhard Lauterbach

Igor Kolomojskij ist der Mann, der der Nach-Maidan-Ukraine 2014 die Haut rettete. In seiner Heimatstadt Dnipropetrowsk (seit 2016 Dnipro) organisierte und finanzierte er faschistische Bataillone, die an verschiedener Stelle Aktivität entfalteten: militärisch im Donbass gegen den dortigen Aufstand, im Hinterland bei der Unterdrückung »separatistischer Unruhen« im Oblast Dnipropetrowsk – dessen Gouverneur er von 2014 bis 2015 war –, bei dem Pogrom von Odessa am 2. Mai 2014 und bei der gewaltsamen Übernahme von Vermögen mutmaßlich »prorussischer« Geschäftsleute. Dem damaligen Staatspräsidenten Petro Poroschenko wurde er mit seinem Geld und seinen Bataillonen zu mächtig. 2015 kam es zum Bruch, und 2016 gelang es der Staatsmacht, ihm den wichtigsten Teil seines Unternehmensimperiums aus der Hand zu reißen: die »Privatbank«, Marktführer im Privatkundensektor und damit Herr über die Girokonten von 50 Prozent der erwachsenen Ukrainer.

Mit Hilfe der damaligen Nati...

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