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16.09.2019 / Ansichten / Seite 8

Kriegsgründe gesucht

US-Vorwürfe gegen den Iran

Knut Mellenthin

Saudi-Arabiens halbe Erdölförderung und -verarbeitung wurde am Sonnabend durch einen Drohnenangriff der jemenitischen Ansarollah lahmgelegt. Der Verlust für die Saudis dürfte, grob gerechnet, bei 340 Millionen US-Dollar pro Tag liegen.

US-Außenminister Michael »Mike« Pompeo machte sofort, ohne auch nur eine erste Stellungnahme der saudischen Regierung abzuwarten, den Iran für die »beispiellose Attacke auf die globale Energieversorgung« verantwortlich. Der Vorwurf bezog sich nicht etwa darauf, dass Teheran den Jemeniten die beteiligten zehn Drohnen geliefert haben könnte, sondern unterstellte eine direkte iranische Urheberschaft. Es sei nicht bewiesen, twitterte Pompeo, dass die Drohnen wirklich – wie von einem Ansarollah-Sprecher mitgeteilt – aus dem Jemen gekommen seien.

Tatsächlich liegt die angegriffene Anlage – übrigens der weltweit größte Komplex für Erdölverarbeitung – im Oste...

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