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16.09.2019 / Inland / Seite 4

Reparationen und Geschichtspolitik

Debatte um Gedenkort für polnische Naziopfer in Berlin nimmt Fahrt auf

Reinhard Lauterbach

Dass sich öffentliches Gedenken am Dezimalsystem orientiert, ist äußerlich, aber in einer Welt, in der die Medien »runde« Jubiläen zum Anlass nehmen, um Themen zu beleben, nicht zu vermeiden. Insofern ist es einerseits nicht erstaunlich, dass die schon lange kursierende Idee, in Berlin ein Denkmal für die polnischen Opfer der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg zu errichten, in den letzten Wochen wieder häufiger diskutiert wird. Initiiert hatte den Gedanken schon vor Jahren der ehemalige Bundestagspräsident Wolfgang Thierse (SPD). Inzwischen treten 200 Bundestagsabgeordnete aus allen Parteien außer der AfD für ein solches Denkmal ein.

Einen etwas anderen Akzent setzte am Freitag Brigitte Freihold, bildungspolitische Sprecherin der Linkspartei im Bundestag. Sie hatte zu einer Veranstaltung unter dem Titel »Gemeinsam lernen und erinnern« in die Räumlichkeiten des Polnischen Instituts in Berlin geladen. Freihold und ihren Nachbarn auf dem Podium ging es...

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