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13.09.2019 / Inland / Seite 4

Seenotretter auf sich allein gestellt

Hilfsorganisationen beklagen Untätigkeit der Bundesregierung

Susanne Knütter

Die Gesamtzahl der Geflüchteten steigt, auch wenn weniger in Europa ankommen. In einer gemeinsamen Pressekonferenz zogen Ärzte ohne Grenzen, die Organisationen Seebrücke und Sea-Eye, die evangelische Kirche (EKD) und das Netzwerk Städte Sicherer Häfen am Donnerstag in Berlin eine Bilanz der Seenotrettung.

In einer Handreichung der Organisationen heißt es: Ungefähr 800.000 Geflüchtete und Migranten halten sich nach Schätzungen der Internationalen Organisation für Migration (IOM) in Libyen auf. Etwa 4.900 Flüchtlinge und Migranten werden dem Hohen Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen (UNHCR) zufolge »willkürlich in den offiziellen Internierungslagern in Libyen festgehalten, die der von der EU unterstützen Regierung in Tripolis unterstehen«. Dort werden auch die Menschen eingesperrt, die die sogenannte libysche Küstenwache mit Hilfe der EU auf dem Mittelmeer aufgreift und nach Libyen zurückbringt.

Die Situation in den Lagern sei verheerend, wie Christ...

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