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07.09.2019 / Wochenendbeilage / Seite 4 (Beilage)

Alltag im Kriegsgebiet

Viele sind nach Lugansk zurückgekehrt. Respekt für ukrainische Kultur, Wunsch nach Annäherung an Russland. Ein Besuch in der »Volksrepublik«

Franziska Lindner

Der Tisch ist reichlich gedeckt. Neben verschiedenen Sorten Schaschlik, Soßen, frittierten Kartoffeln, Brot und Salat gibt es russisches Bier und trockenen italienischen Weißwein. Zigaretten und eine Wasserpfeife werden geraucht. In freundschaftlicher Runde sitzt man zu abendlicher Stunde auf der großzügigen Terrasse einer Karaokebar im Osten der Stadt Lugansk. Ausgedehnte Wohnviertel umgeben uns, Menschen schlendern zum nahegelegenen Park, sitzen zusammen auf den Bordsteinen oder tätigen Einkäufe in den kleinen Lebensmittelgeschäften nebenan. Am Tisch herrscht gesellige Stimmung, es wird über die Hitze, die Familie, Freunde und den letzten Klubbesuch gesprochen. Eine Straßenkatze bettelt um Fleischbrocken.

Gut fünf Jahre nach Beginn des gewaltvollen Abspaltungsprozesses der »Volksrepublik Lugansk« von der Ukraine scheint eine Art Alltag in das Kriegsgebiet eingekehrt zu sein. Seit sich die Lage im Jahr 2015 nach dem Kampf um Debalzewe zu beruhigen begann...

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