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05.04.2003 / Wochenendbeilage / Seite 14 (Beilage)

»Arierparagraph«

Am 7. April 1933 wurde das erste antijüdische Gesetz der Naziregierung verkündet

Kurt Pätzold

Als das Deutsche Reich 1871 gegründet wurde, hatten die Mittel- und Kleinstaaten, die in ihm vereint wurden, in ihren Verfassungen jene Gesetze und Gesetzesparagraphen schon getilgt, welche den in ihren Grenzen lebenden Juden gegenüber der Masse der zumeist christlichen Bürger einen Sonderstatus zugewiesen, ihnen Rechte verweigert oder Pflichten zudiktiert hatten, die nur sie erfüllen mußten. Nicht, daß Juden von da an und im Kaiserreich tatsächlich gleichberechtigt gewesen wären und den gleichen Zugang zu allen Berufen und Tätigkeiten besessen hätten wie die Christen oder selbst die ungeliebten, sich der Lehre vom Gottesgnadentum der Herrscher verweigernden, obendrein meist sozialistisch gesinnten Atheisten. Nicht, daß der Staat sie vor der Hetze der Antisemiten geschützt hätte. Aber in einem auch in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts andauernden, mit Ausläufern bis in die sechziger Jahre reichenden Prozeß waren sie zu bürgerlicher Gleichstellung gel...

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