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10.08.2019 / Wochenendbeilage / Seite 4 (Beilage)

Auf den Spuren der Guerilla

In Nepal kann man die Geschichte der maoistischen Revolution gegen die Monarchie erwandern. Ehemalige Kämpfer an der Macht angekommen

Martin Haffke

Der Distrikt Rolpa ist keine Gegend, in die es für gewöhnlich Reisende in Nepal verschlägt. Jetzt bietet die nepalesische Reiseagentur »A1 Excursions« Wandertouren genau dorthin an – auf den Spuren des Guerillapfads der nepalesischen Maoisten.

Im Westen des Himalajastaates gelegen, war Rolpa ein Hauptschauplatz des Bürgerkrieges, in dem die Kommunistische Partei Nepals (Maoistisch) zwischen 1996 und 2006 gegen die Monarchie und das hinduistische Kastenwesen kämpfte. Der Distrikt ist wie die umliegenden Regionen unterentwickelt – selbst nach nepalesischen Maßstäben. Die Lebenserwartung liegt bei 52 Jahren, das durchschnittliche Jahreseinkommen bei etwa 100 US-Dollar. Nördlich an Rolpa grenzt der ehemalige Distrikt Rukum, der ebenfalls ein wichtiges Zentrum der maoistischen Aktivitäten darstellte.

Das zerklüftete Hochland Rolpas wird vor allem von den Kham-Magar bewohnt, die vermutlich um das Jahr 200 aus dem nördlichen Himalaja in das Land gekommen waren. ...

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