Der Schwarze Kanal: »Sender Jerewan««
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27.07.2019 / Wochenendbeilage / Seite 6 (Beilage)

Utopie und Realismus

Auf der Spurensuche zwischen Literatur und Gesellschaft heute

Mesut Bayraktar

Ich bin kein Utopist, weiß aber seit der »Entwicklung des Sozialismus von der Utopie zur Wissenschaft«, dass reale Zukunftsperspektiven in utopischen Ursprungsphänomenen ihren Anfang haben. Ursprung ist dabei eine historische Kategorie und hat nichts mit Entstehung zu tun. »Im Ursprung wird kein Werden des Entsprungenen, vielmehr dem Werden und Vergehen Entspringendes gemeint. Der Ursprung steht im Fluss des Werdens als Strudel und reißt in seine Rhythmik das Entstehungsmaterial hinein. Im nackten offenkundigen Bestand des Faktischen gibt das Ursprüngliche sich niemals zu erkennen, und einzig einer Doppeleinsicht steht seine Rhythmik offen«, schreibt Walter Benjamin im »Ursprung des deutschen Trauerspiels«. Dem Begriff des Ursprungs wohnt also eine Dialektik inne, die Vor- und Nachgeschichte eines tatsächlichen Befundes umgreift.

Was die Utopie betrifft, wird oftmals ihre Begriffsgeschichte übersehen. Aus dem Altgriechischen stammend, bezieht sich Utopie ...

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