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26.07.2019 / Feminismus / Seite 15

Lyrik als Lebenshilfe

»Das Gedicht als Augenblick von Freiheit« – Hoffnung war ihre Lieblingsvokabel: Hilde Domin zum 110. Geburtstag

Christiana Puschak

Bereits als Kind war Hilde Domin fasziniert, wenn ihr Vater, ein »Demokrat und Idealist«, vor Gericht Angeklagte verteidigte. Sie wollte wie er den Anwaltsberuf ergreifen, studierte Jura, wandte sich dann aber wegen ihres großen Interesses an Politik der Nationalökonomie, Soziologie und Philosophie bei ihren Lehrern Karl Jaspers und Karl Mannheim zu.

Geboren am 27. Juli 1909 als Hilde Löwenstein in Köln, wuchs die spätere, vielfach ausgezeichnete Dichterin in gutbürgerlichen Verhältnissen auf. Die Mutter, eine Sängerin und Pianistin, brachte ihr und ihrem jüngeren Bruder das Theater nahe – der Vater nahm die Kinder manchmal mit ins Gericht. Hier, in ihrem assimilierten jüdischen Elternhaus, fand Hilde, wie sie es zurückschauend nannte, »die Kraft des Dennoch«.

Während des Studiums in Heidelberg lernte sie den Archäologiestudenten Erwin Walter Palm kennen. Beide teilten das Interesse an Kunst und Philosophie. Doch früh zeichnete sich ab, dass Palms Weltsic...

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