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19.07.2019 / Inland / Seite 2

»Meine Grundrechte wurden verletzt«

Rüstungskritische Flugblätter als angeblicher Aufruf zum »Verrat«: Friedensaktivist geht gegen Repressionen vor. Ein Gespräch mit Hermann Theisen

Gitta Düperthal

Sie verteilten Flugblätter, um auf die von deutschem Boden aus geführten US-Drohnenkriege aufmerksam zu machen. Daraufhin wurde die Papiere auf Geheiß der Siegener Staatsanwaltschaft beschlagnahmt. Das Amtsgericht Siegen bestätigte vor wenigen Tagen die Aktion. Worin besteht Ihr »Vergehen«?

Ich habe mit Flugblättern Bundeswehr-Soldaten und Zivilbeschäftigte zum Whistleblowing aufgefordert – also dazu, ihr Wissen über die Hintergründe von US-Militäreinrichtungen öffentlich zu machen, die sich in der BRD befinden. Dabei geht es um die Fragen: Wie genau läuft der Drohnenkrieg ab? Wie steht es um die sogenannte nukleare Teilhabe der Bundeswehr? In welcher Form ist die Modernisierung der in Deutschland stationierten Atomwaffen geplant?

Die Flugblätter habe ich an mehreren Orten verteilt: in Ramstein am Militärflugplatz der US-Armee; beim United States Africa Command, kurz »Africom«, in Stuttgart, von wo aus der Drohnenkrieg in Afrika gesteuert wird; am Luftwaf...

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