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18.07.2019 / Ausland / Seite 7

Diplomatie mit der Brechstange

Mehr als nur Atomwaffenverzicht: Trump und EU-Partner wollen Iran Kapitulationserklärung diktieren

Knut Mellenthin

Iran ist zum ersten Mal bereit, mit den USA über sein militärisches Raketenprogramm zu verhandeln. Das stimmt zwar nicht, aber die kurze Zeit bis zum Dementi aus Teheran reichte, um die Falschmeldung am Dienstag zum Aufmacher der internationalen Nachrichtenagenturen und Medien zu machen. US-Präsident Donald Trump sprach triumphierend von einer »Menge Fortschritt« im Verhältnis zum Iran, und Außenminister Michael Pompeo offenbarte seine Hoffnung, dass es bei konsequenter Fortsetzung der US-amerikanischen Strategie möglich sein werde, mit Teheran einen »neuen Deal« auszuhandeln, der sehr viel günstiger sein werde als das Wiener Abkommen von 2015.

Wie war es zu dem Missverständnis gekommen? Irans Außenminister Mohammed Dschawad Sarif, der sich zu dieser Zeit wegen einer UN-Konferenz in New York befand, hatte dem US-amerikanischen Sendernetzwerk NBC am Montag ein Interview gegeben. Dabei hatte er seine Einschätzung geäußert, Trump wolle keinen Krieg. Er werde...

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