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13.07.2019 / Wochenendbeilage / Seite 3 (Beilage)

Nationale und soziale Zutaten

Clara Zetkin referierte 1924 vor der Kommunistischen Internationale über die Neigung bürgerlicher Intellektueller zu imperialistischem Nationalismus und Faschismus

Über den Imperialismus hat Cecil Rhodes (1853–1902, britischer Unternehmer und Politiker, jW), der bekannte englische Imperialist, einen charakteristischen Ausspruch getan: »Den Imperialismus oder die Revolution!« In der Tat, so standen die Dinge. Die bürgerlichen Reformer, die ihre sozialen Reformen zur Bannung der Revolution durchführen wollten, jedoch ja nicht auf Kosten des heiligen Profits, der Herrschaftsstellung der Bourgeoisie, mussten eine andere wirtschaftliche Basis für die Reformen suchen. Sie fanden sie außerhalb ihres Heimatlandes, in der Ausbeutung der kolonialen und halbkolonialen Völker, deren skrupellose, unmenschliche Ausplünderung und Knechtschaft übernormale Profite einbrachte, aus denen die Kapitalisten die Brosamen von gewerkschaftlichen Zugeständnissen und sozialen Reformen zahlten, die sie den »Volksgenossen« im Mutterlande machten. Aber noch ein anderes Motiv war maßgebend dafür, dass die Sozialreformer zu Vorkämpfern des Imperia...

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