Gegründet 1947 Montag, 14. Oktober 2019, Nr. 238
Die junge Welt wird von 2216 GenossInnen herausgegeben
12.07.2019 / Feuilleton / Seite 11

Coming-out und Kapitalverbrechen

»My Days of Mercy«: Tali Shalom-Ezer erliegt dem Reiz der Zwickmühle

Maximilian Schäffer

Wenn es um heißen Lesbensex und die Todesstrafe geht, kann Ellen Page nicht weit sein. Die 32jährige outete sich 2014 als homosexuell, darf und will seitdem um so mehr queere Rollen annehmen. In »My Days of Mercy« der israelischen Regisseurin Tali Shalom-Ezer spielt sie die junge US-Amerikanerin Lucy, deren Mutter angeblich vom Vater ermordet wurde. Er sitzt deswegen in der Todeszelle, der Vollstreckungstermin rückt täglich näher. Mit ihrer Schwester und ihrem kleinen Bruder tingelt Lucy regelmäßig in einem Wohnmobil durchs Land, um an Demonstrationen gegen Hinrichtungen teilzunehmen. An einem dieser anstrengenden Tage, die aus emotionalem Extremsport und redundanter Parolengrölerei bestehen, lernt sie die attraktive Mercy (Kate Mara) kennen. Natürlich ein Wortspiel – denn »Mercy« heißt auf Deutsch »Gnade« und um die geht es doch bei dem ganzen Schlamassel. Selbst Lucy hat nämlich Zweifel an der Unschuld ihres Vaters, die Beweislast ist erdrückend, töchte...

Artikel-Länge: 3079 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

19,80 Euro/Monat Soli: 25,80 €, ermäßigt: 12,80 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €