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12.07.2019 / Inland / Seite 5

Reiche zur Kasse bitten

IWF kritisiert Vermögensunterschiede in BRD. Vom Exportboom profitieren nur wenige

Dieter Schubert

Am Mittwoch verkündete das Handelsunternehmen Tengelmann schlechte Nachrichten für die bisherigen Mitarbeiter der Unternehmenszentrale (jW berichtete). Letztere werde nicht mehr benötigt. 250 Beschäftigte dürfen gehen, für sie sei ein Sozialplan vereinbart worden. Und tschüs.

Die Mülheimer Firma, deren verbliebene tragende Säulen die Baumarktkette Obi und der Textildiscounter Kik sind, gilt als ein klassisches Familienunternehmen. Diese werden gern dem »Mittelstand« zugerechnet. Und der gilt in Deutschland seit dem CDU-Wirtschaftsminister und späteren Bundeskanzler (1949 bis 1963 bzw. 1963 bis 1966) Ludwig Erhard (»Wohlstand für alle«) als die Verkörperung des sanften, sozial verantwortungsbewussten, also »besseren« Kapitalismus. Nicht die Großkonzerne, sondern Tausende mittelgroße Unternehmen seien das wirtschaftliche und soziale Rückgrat des Landes, so die von Lobbyisten und Medien gern verbreitete Legende. Falsch, sagt nun ausgerechnet der Internationa...

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