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06.07.2019 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Verordnetes Wachstum

Kapitalismus in einem Land: Moskau gibt Zielvorgaben für zwölf »Nationale Projekte« aus. Manager verlieren Boni, wenn sie nicht spuren

Reinhard Lauterbach

Moskau will den Managern der russischen Staatsbetriebe strengere Vorgaben machen. Insbesondere soll stärker kontrolliert werden, was sie tun, um die Arbeitsproduktivität in der Industrie zu steigern. Dies geht aus einem Erlass hervor, der Anfang Juli in Kraft trat und über den am Dienstag die Wirtschaftszeitung Vedomosti berichtete. Wenn die Manager die Vorgaben nicht erfüllen, sollen ihnen Boni und Prämien gestrichen werden.

Künftig soll der russische Rechnungshof überwachen, ob und in welchem Maße die Zielgrößen eingehalten werden. Es wird damit deutlich, was hinter der Versetzung des langjährigen Finanzministers Alexej Kudrin an die Spitze des Rechnungshofes bei der Regierungsumbildung 2018 stand: Es war keine Degradierung, wie anfangs oft vermutet. Kudrin ist einer der Wirtschaftsliberalen, die sich seit den neunziger Jahren an führender Stelle im Apparat halten konnten, und er soll jetzt in Russland so etwas wie »Kapitalismus in einem Land« einführen...

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