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27.06.2019 / Schwerpunkt / Seite 3

Brauner Morast

Mörderische Gewalt von Neonazis gehört dort zum Alltag, wo Behörden sie ignorieren. So etwa in Dortmund. Eine unvollständige Chronik

Lenny Reimann

Nach dem Mord am Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke (CDU) Anfang Juni betonten viele etablierte Politiker wieder einmal, sie wollten die braune Szene verstärkt in den Blick nehmen. Als glaubwürdig kann dies kaum gelten, da das bereits nach Bekanntwerden des »Nationalsozialistischen Untergrunds« (NSU) Ende 2011 zugesagt wurde. Passiert ist seitdem nichts. Vielmehr bestehen in manchen Bundesländern seit Jahren faschistische Biotope, in denen die Rechten fast ungestört machen können, was sie wollen. Eines davon ist die Stadt Dortmund. Die Ruhrgebietsmetropole gilt seit mehr als 20 Jahren als Hochburg von Neonazis. Manche, die schon in den 1980er Jahren dort in ihr Unwesen trieben, sind auch heute noch aktiv. So etwa der Mitbegründer der BVB-Hooligantruppe »Borussenfront«, Siegfried Borchardt, vielerorts auch als »SS-Siggi« berühmt-berüchtigt. Borchardt war bis zu deren Verbot 1995 Funktionär der »Freiheitlichen Deutschen Arbeiterpartei« (FAP) und t...

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