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14.06.2019 / Inland / Seite 5

Arbeiterblues bei VW

Autokonzern verhindert offenbar Wahl von Betriebsrat im US-Bundesstaat Tennessee. Gewerkschaftsvertretern Zugang zum Werk verweigert

Daniel Behruzi

Hierzulande gilt Volkswagen als sozialpartnerschaftliches Vorzeigeunternehmen – von Lustreisen für Betriebsräte und einer möglichen Überbezahlung führender Belegschaftsvertreter einmal abgesehen. Doch in den USA macht der Wolfsburger Konzern offensichtlich gern von den dort üblichen Methoden des »Union Busting« Gebrauch, der systematischen Verhinderung gewerkschaftlicher Organisierung.

Das VW-Werk in Chattanooga, Tennessee, sei neben den Werken in China der einzige Konzernstandort, an dem es keine gewerkschaftliche Interessenvertretung gebe, kritisierte der IG-Metall-Vorsitzende Jörg Hofmann am Mittwoch in einer Pressemitteilung. Ob sich das ändert, wird sich bald entscheiden. Denn bis zum heutigen Freitag stimmen die rund 1.700 wahlberechtigten Beschäftigten der Fabrik darüber ab, ob sie von der US-Automobilarbeitergewerkschaft UAW vertreten werden wollen. Laut Medienberichten versucht das VW-Management allerdings immer noch, ein positives Ergebnis zu ve...

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