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12.06.2019 / Schwerpunkt / Seite 3

Rufe nach Verbot

In Deutschland wird immer lauter eine Illegalisierung der libanesischen Hisbollah gefordert

Wiebke Diehl

Der diesjährige Al-Quds-Marsch, der jedes Jahr am letzten Freitag des Ramadan begangen wird und 1979 von Ajatollah Khomeini als Gedenktag ausgerufen wurde, an dem es »nicht allein um Jerusalem« gehe, sondern um »alle Nationen, die von Amerika oder anderen unterdrückt werden«, ließ in Deutschland die Befürworter eines Verbots der libanesischen Hisbollah ein weiteres Mal auf Hochtouren laufen. Der Präsident des Zentralrats der Juden, Josef Schuster, und der israelische Botschafter in Deutschland, Jeremy Issacharoff, forderten ebenso wie das Berliner Büro des American Jewish Committee (AJC), das Nahostfriedensforum (Naffo) und der Berliner Innensenator Andreas Geisel (SPD) ein Verbot der Gesamtorganisation. Eine Unterscheidung zwischen ihrem militärischen und politischen Flügel sei »fahrlässig«, der Al-Quds-Tag per se antisemitisch und die Hisbollah eine Bedrohung für die gesamte Welt, erklärte Schuster. Es war schließlich die AfD, die einen Antrag auf Verbo...

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