Der Schwarze Kanal
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06.06.2019 / Ausland / Seite 6

Nicht mit, nicht ohne Strache

FPÖ uneins über weiteren Umgang mit früherem Chef

Johannes Greß, Wien

Heinz-Christian Strache ist bei der EU-Wahl im Mai in das Europaparlament gewählt worden. Zwar war der FPÖ-Politiker nach dem »Ibizagate« – dem Bekanntwerden eines belastenden Videos, das ihn in Korruptionsverdacht brachte – vom Amt des Vizekanzlers und von allen Parteifunktionen zurückgetreten, doch auf dem Wahlzettel war sein Name weiter zu lesen. Er stand auf Platz 42, eine rein formale Kandidatur, wollte man meinen. Am EU-Wahlkampfabschluss der FPÖ in Wien-Favoriten fehlte Strache zwar aufgrund der innenpolitischen Turbulenzen, seine Anhänger skandierten dennoch unentwegt: »HC! HC! HC!« Und der Chef der neofaschistischen »Identitären«, Martin Sellner, rief zwei Tage vor der Wahl per Twitter zur Unterstützung Straches auf: »Unsre Rache: #votestrache«. Der Aufruf verhallte offenbar nicht ungehört: Die FPÖ büßte bei der Wahl vom 26. Mai nicht nur kaum Stimmen ein. Strache selbst erhielt 44.750 Vorzugsstimmen und schaffte damit den Sprung von Platz 42 auf...

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