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10.03.2003 / Feuilleton / Seite 12

»Entartung des Volkes«

Die Historikerin Gisela Bock über die Sterilisationspolitik der Nazis und ihre Opfer

Sabine Lueken

Die aktuelle Forschungsliteratur zum Thema Rassenideologie könnte laut Gisela Bock – Vortrag vom 25. Februar in der Reihe »Opfer nationalsozialistischer Verfolgung« – den Eindruck vermitteln, es hätte sich um einen düsteren Nebenfluß der deutschen Ideengeschichte gehandelt, der allmählich angeschwollen und 1933 über die Ufer getreten sei. Das stimme so nicht. Denn neu waren die staatlichen Machtstrukturen: 1934 ordneten die Nazis die öffentliche Gesundheitspflege neu. 1000 staatliche Gesundheitsämter mit Amtsärzten, Ämter für Erb- und Rassenpflege, 250 Erbgesundheitsgerichte und -obergerichte entstanden. Das Erbgut der gesamten Bevölkerung sollte in Karteisystemen erfaßt und registriert werden, was größtenteils gelang. Mediziner, Anthropologen und Bevölkerungswissenschaftler wurden zu Richtern an Erbgerichten bestellt. Erstmalig wurde das Rassenrecht eingeführt. »Minderwertige« und »Erbkranke« konnten sich nicht länger auf die »Gleichheit vor dem Gesetz« ...

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