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24.05.2019 / Inland / Seite 5

Fingierte Jobs

Freie Hand beim Datenklau: Bundesagentur für Arbeit listete Zehntausende Stellen auf, die es gar nicht gibt

Ralf Wurzbacher

Knapp 50.000 Unterschriften in zwei Wochen – das hat Inge Hannemann doch sehr überrascht. Mit ihrer auf der Internetseite change.org lancierten Petition »Stoppt den Verkauf von Bewerberdaten« hat die als »Hartz-IV-Rebellin« bekannt gewordene Lüneburgerin jetzt schon mehr erreicht, als sie zu hoffen gewagt hatte. »Ich bin wirklich sehr erstaunt, was das für Wellen schlägt«, bemerkte sie am Donnerstag im Gespräch mit jW. »Hätte ich die Eingabe beim Bundestag gemacht, müsste sich der Ausschuss für Arbeit und Soziales gleich noch einmal mit dem Thema beschäftigen.«

Tatsächlich hat er das schon am Mittwoch der Vorwoche auf Antrag der Linke-Abgeordneten Jessica Tatti getan. Tatti wollte wissen, welchen Kenntnisstand die Bundesregierung im Zusammenhang mit Berichten über »fingierte Stellenanzeigen und eventuellen Datendiebstahl auf der Online-Jobbörse« der Bundesagentur für Arbeit (BA) hat und was sie dagegen zu unternehmen gedenkt. Anfang Mai hatte der Südwestr...

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