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11.05.2019 / Ausland / Seite 6

Am Tiefpunkt

Beziehungen zwischen Russland und Belarus weiter verschlechtert. Lukaschenko lässt früheren Chef des Sicherheitsrates verhaften

Reinhard Lauterbach

Der Präsident von Belarus, Alexander Lukaschenko, scheint um seine politische Zukunft zu fürchten. Dafür spricht u. a. die Verhaftung eines ehemals engen Vertrauten durch den Staatssicherheitsdienst in den ersten Maitagen. Andrej Wtjurin war von 2007 bis 2014 Vizechef des Präsidialen Sicherheitsdienstes und rückte anschließend zum Chef des belarussischen Sicherheitsrates auf. Vorgeworfen wurde ihm Korruption – er soll von einem »russischen Unternehmensvertreter« ein Schmiergeld von 150.000 US-Dollar angenommen haben. Kaum jemand in Minsk glaubt allerdings diese Erklärung. Ein Mann von Wtjurins Kaliber müsse sich nicht für russische Privatunternehmen einspannen lassen, heißt es. Die russische Agentur Rosbalt berichtete unter Berufung auf Quellen im belarussischen Geheimdienst, Wtjurin werde vielmehr vorgeworfen, seit Jahren für den russischen Geheimdienst FSB gearbeitet und diesen mit Informationen aus Lukaschenkos engster Umgebung versorgt zu haben. An si...

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