Gegründet 1947 Mittwoch, 21. August 2019, Nr. 193
Die junge Welt wird von 2208 GenossInnen herausgegeben
11.05.2019 / Titel / Seite 1

Fusionsfieber gesenkt

Zusammenschluss der Stahlsparte von Thyssen-Krupp und Tata geplatzt. 4.000 Beschäftigte in Deutschland müssen gehen

Simon Zeise

Paukenschlag in Duisburg: Das Industriekonglomerat Thyssen-Krupp bläst die lang geplante Fusion mit Tata Steel und die Zergliederung des Konzerns in zwei Sparten ab. Rund 6.000 Mitarbeiter müssten den Konzern verlassen, teilte Vorstandschef Guido Kerkhoff am Freitag mit – 4.000 davon in Deutschland.

Betriebsbedingte Kündigungen könnten bei einem Abbauprogramm dieser Größenordnung nicht ausgeschlossen werden, ergänzte Personalvorstand Oliver Burkhard. In der Gesamtzahl seien 2.000 Stellen enthalten, die auch bei der Stahlfusion mit Tata gestrichen werden sollten.

Die geplatzte Fusion ist zugleich die nächste Klatsche für Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU), der in seiner »Nationalen Industriestrategie 2030« ausgegeben hatte, Unternehmen zu »europäischen Champions« aufbauen zu wollen. Altmaier hatte Thyssen-Krupp explizit als einen der deutschen Konzerne benannt, die es im Wettstreit mit den USA und China aufnehmen sollten.

Grund für den Stopp der Fusi...

Artikel-Länge: 3350 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

19,80 Euro/Monat Soli: 25,80 €, ermäßigt: 12,80 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €