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03.05.2019 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Landwirtschaft im Lobbysumpf

Verstrickungen des Deutschen Bauernverbandes mit Großkonzernen. Hälfte der Agrarpolitiker von CDU und CSU als Interessenvertreter tätig

Steffen Stierle

Der EU stehen jährlich 60 Millionen Euro für die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) zur Verfügung. Die mit der Landwirtschaft verbundenen Probleme bekommt sie trotzdem nicht in den Griff. Das hat auch mit massivem Druck der Bauernlobby zu tun, wie eine am Montag veröffentlichte Studie des Institutes Arbeit und Wirtschaft (IAW) der Universität Bremen nahelegt.

Gegenstand der vom Naturschutzbund Deutschland (Nabu) in Auftrag gegebenen Untersuchung sind die Verstrickungen des Deutschen Bauernverbandes (DBV). Die Befunde sind eindeutig. So weisen die Bremer Forscher um Guido Nischwitz nach, dass eine kleine Gruppe von Akteuren aus Politik, Bauernverband und Agrarwirtschaft systematisch Schlüsselpositionen besetzt und dass die Agrarpolitik sowohl in Brüssel wie auch in Berlin mit Politikern durchsetzt ist, die zugleich Lobbyisten der großen Agrarunternehmen sind. Dies, so das Fazit, sei ein wesentlicher Grund, warum Klimaschutz oder Tierwohl allzuhäufig auf der Str...

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