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02.05.2019 / Ausland / Seite 7

Angriff der Faschisten

Vor fünf Jahren fand in Odessa das blutigste Ereignis des Konflikts um den Kurs der Ukraine statt

Reinhard Lauterbach

Die Bilder sind bekannt: Ein sowjetisches Repräsentationsgebäude in Flammen, Rauch dringt aus den Fenstern, Menschen springen aus den oberen Etagen – oft in den Tod. Der Pogrom von Odessa am Abend des 2. Mai 2014 ist das blutigste Einzelereignis der Auseinandersetzungen um den weiteren Kurs der Ukraine nach dem Staatsstreich des »Euromaidans«, wenn man von Kriegshandlungen im Donbass absieht. Er machte deutlich, mit welcher Brutalität die Anhänger der neuen Staatsmacht die Westwendung des Landes auch gegen gesellschaftliche Mehrheiten durchzusetzen gedachten.

Der Tag war der Endpunkt eines seit dem Jahresbeginn 2014 andauernden Konflikts in der Stadt. Odessa war von der »Partei der Regionen« kontrolliert, der »Euromaidan« mobilisierte vor seinem Sieg selten mehr als 100 bis 200 Menschen. Eine im Februar von der Gebietsverwaltung durchgeführte Umfrage zeigte aber auch, dass die Ereignisse in Kiew an den Menschen in der Region lange Zeit vorbeigingen: Elf P...

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