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24.04.2019 / Titel / Seite 1

Mexiko folgt Trump

Brutaler Polizeieinsatz gegen Flüchtlingstreck in Chiapas. Präsident López Obrador vollzieht gnadenlose Abschiebepolitik nach US-Vorgaben

Michael Merz

Die Fernstraße 200 durch Mexikos südlichsten Bundesstaat Chiapas hatte seit Herbst letzten Jahres als relativ sicherer Weg für Migranten aus Zentralamerika, die zu Fuß in großen Gruppen auf dem Weg in Richtung Norden sind, gegolten. Am Montag mittag (Ortszeit) verlor die Route diesen Ruf. 3.000 Menschen – unter ihnen viele Frauen, Kinder und Babys – wurden in Höhe der Stadt Pijijiapan nahe der Pazifikküste von Bundespolizisten und Agenten der Einwanderungsbehörde INM buchstäblich in eine Falle gelockt. Laut Associated Press nahmen sie bis zu 500 Einwanderer unter brutalen Umständen fest und transportierten sie in Bussen und auf Lkw ins Lager Tapachula, wo diese nun auf ihre Abschiebung warten. Es war der bisher größte Einsatz gegen Migranten in Mexiko. Chaotische Szenen spielten sich auf der Straße ab: Kinder wurden von ihren Müttern getrennt, viele Migranten – zum größten Teil Honduraner – flüchteten in die nahen Berge, manche versuchten, sich mit Steine...

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