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10.04.2019 / Feuilleton / Seite 14

Rotlicht: Moderne Geldtheorie

Lucas Zeise

Eine der wenigen positiven Folgen des Beinahezusammenbruchs des internationalen Finanzsystems 2008 besteht darin, dass die Rolle der Banken und des Geldes etwas mehr in Frage gestellt wird. So findet auch die »Modern Monetary Theory« (MMT) (deutsch: Moderne Geldtheorie) erhöhte Beachtung. Die Theorie ist eigentlich keineswegs modern oder neu, was ihre Proponenten gerne zugeben, sondern sie kreist um einen Umstand, der unter Beobachtern des Wirtschaftsgeschehens eine Selbstverständlichkeit sein sollte: Geld ist eine Einrichtung des Staates. Ein gewisser Georg Friedrich Knapp hat das 1905 in seinem Buch »Staatliche Theorie des Geldes« festgestellt. Er hatte zweifellos recht damit – wenn das auch bei weitem nicht alles ist, was man über das Geld sagen kann. Die Währung wird staatlich festgelegt, durch Gesetz als Zahlungsmittel garantiert und von einer Staatsbehörde, der Zentral- oder Notenbank herausgegeben (Selbst wenn sie, wie im Falle der Bank von England...

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