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09.04.2019 / Inland / Seite 8

»Zahlen bergen erheblichen sozialen Sprengstoff«

Jede fünfte Person in Rentnerhaushalt armutsgefährdet. Offizielle Statistik gibt falsches Bild. Ein Gespräch mit Gerd Bosbach

Ralf Wurzbacher

Sie haben gemeinsam mit dem rentenpolitischen Sprecher der Linksfraktion im Bundestag, Matthias W. Birkwald, in Erfahrung gebracht, wie armutsgefährdet die Rentner in Deutschland sind. Wie stellt sich die Lage dar?

Nimmt man die Personen, die in Rentnerhaushalten leben, dann sind davon 19,5 Prozent von Armut gefährdet, also jeder fünfte. Erschreckend ist auch die Entwicklung: In den vergangenen zehn Jahren ist der Anteil der Betroffenen um fast 40 Prozent gestiegen und damit um vieles mehr als die allgemeine Armutsquote.

Bisher tauchte diese Zahl nicht auf. Woher haben Sie diese?

Ich habe mich seit 2010 bemüht, eine getrennte Aufschlüsselung der reinen Rentnerhaushalte vom Statistischen Bundesamt zu erhalten, bin aber wiederholt abgeblitzt. Zuletzt hat dann das Landesamt für Statistik in Nordrhein-Westfalen das fragliche Material aus dem Mikrozensus erstellt, auf meinen und den Antrag von Herrn Birkwald und nur gegen Bezahlung. Bisher kursierten zwei Zahl...

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