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06.04.2019 / Ausland / Seite 6

Faschisten jagen Romafamilien

Morddrohungen und Brandanschlag in Italien, auch Antifaschisten und Sozialarbeiter attackiert. Bürgermeisterin von Rom unter Druck

Gerhard Feldbauer

Um erneuten Ausschreitungen faschistischer Gruppen zuvorzukommen, hat Roms Bürgermeisterin, Virginia Raggi von der Fünf-Sterne-Bewegung (M5S), am Donnerstag bekanntgegeben, eine Gruppe Roma nicht, wie geplant, in einer städtischen Aufnahmeeinrichtung im Außenbezirk Torre Mauro unterbringen zu lassen. Statt dessen sollen die etwa 70 Personen, darunter 33 Kinder, in einem anderen Stadtteil Unterkunft finden. Die Sicherheit der Betroffenen habe »höchste Priorität«, erklärte Raggi. Das bedeute nicht, dem von rechten Kräften geschürten rassistischen Hass nachzugeben.

Wegen ihrer Entscheidung warfen Kritiker der Bürgermeisterin vor, sie würde vor den Faschisten zurückzuweichen. Die Sicherheit der Bürger müsse durch entschiedenen Kampf gegen die Rechten gewährleistet werden. Denen aber, so der Vorwurf, wolle die auch mit Stimmen der faschistischen Partei Fratelli d’Italia (FdI) gewählte Bürgermeisterin nicht zu nahe treten. Die römische Staatsanwaltschaft leitet...

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