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30.03.2019 / Thema / Seite 12

Der eingefrorene Aufstand

Unmittelbar nach dem »Euromaidan« in der Ukraine setzte sich der Donbass von der neuen prowestlichen Zentralregierung in Kiew ab. Fünf Jahre nach Beginn des militärischen Konflikts ist keine Lösung in Sicht

Reinhard Lauterbach

Im Sommer 2013 konnte eine breitere Öffentlichkeit erstmals erfahren, dass man sich in Russland Sorgen um die Ukraine machte. Die mit US-amerikanischem Geld finanzierte Kiewer Wochenzeitung Dzerkalo Tyzhnja/Serkalo Nedeli veröffentliche Auszüge aus einem im Beraterkreis des Kremls entstandenen Memorandum. Der Autor, der »orthodoxe Oligarch« Konstantin Malofejew, konstatierte darin, dass der damalige ukrainische Staatschef Wiktor Janukowitsch eine politisch schwache Person sei: willensschwach, nicht fähig, sich gegen Widerstand durchzusetzen und überdies angreifbar – ein Hinweis darauf, dass er korrupt sei. Russland habe über all die Jahre der Kooperation mit Janukowitsch völlig aus den Augen verloren, sich eine eigene Unterstützerszene in der Ukraine aufzubauen. Malofejew riet in der Denkschrift dazu, dies schleunigst nachzuholen. Als Personalressource dafür empfahl er so illustre Milieus wie Kampfsportvereine, Fußballfanklubs und Motorradklubs – also Leu...

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