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29.03.2019 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Festgefahrener Tarifstreit in Belgien

Sozialistische Gewerkschaft verweigert Zustimmung zum »Interprofessionellen Abkommen«

Gerrit Hoekman

Die belgische sozialistische Gewerkschaft ABVV-FGTB (Algemeen Belgisch Vakverbond-Fédération Générale du Travail de Belgique) hat den kürzlich ausgehandelten IPA-Tarifvorschlag mit knapper Mehrheit abgelehnt. Das teilte die Organisation am Dienstag auf ihrer Internetseite mit. Besonders in der Wallonie war der Widerstand groß. Die liberale und die christliche Gewerkschaft haben dem Angebot hingegen ebenso zugestimmt wie die Arbeitgeber.

Um zu verstehen, worum es geht, ist ein Blick auf das besondere Tarifsystem in Belgien nötig. Im Zentrum steht das mit IPA abgekürzte »Interprofessionelle Abkommen«, das immer für zwei Jahre gültig ist, und zwar für alle Berufe in der Privatwirtschaft. Darin werden Löhne und Arbeitsbedingungen festgelegt. Verhandelt werden sie zwischen den »Arbeitgebern« und den Gewerkschaften im Nationalen Arbeitsrat. Misslingt ein Kompromiss, ist die Regierung gefragt.

Das IPA legt für alle Branchen einen Mindestlohn fest. Darüber hinaus...

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