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26.03.2019 / Ausland / Seite 6

Amnesie als Programm

Bei Indonesiens bevorstehender Präsidentenwahl bleibt die Vergangenheit tabuisiert

Rainer Werning

Am 17. April werden in Indonesien, dem mit ca. 265 Millionen Einwohnern bevölkerungsreichsten und größten Land Südostasiens, über 192 Millionen Wahlberechtigte an die Urnen gerufen. Sie sollen über einen neuen Präsidenten, Vizepräsidenten und die Neubesetzung des Parlaments abstimmen.

In der sich heute als »drittgrößte Demokratie der Welt« bezeichnenden Republik Indonesien gibt es nur zwei politische Tandems, die ernsthafte Siegchancen haben, was die Besetzung des Präsidentenamtes und seines Vizes betrifft. Wie bereits bei der Wahl vor fünf Jahren stehen sich auch diesmal der frühere Gouverneur der Hauptstadt Jakarta, Joko Widodo (kurz »Jokowi« genannt), und der frühere Generalleutnant Prabowo Subianto als Hauptkonkurrenten gegenüber. 2014 gewann Widodo mit 53 Prozent der Stimmen. Die Medien des Landes priesen ihn damals als volksnahen Schreinersohn und ehrbaren Bürger – kurz: ein südostasiatisches Pendant zu Barack Obama. Subianto hingegen, ein Schwieger...

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