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23.03.2019 / Ausland / Seite 7

Verteidigung des Friedens

Tote und Verletzte bei Protesten im Süden Kolumbiens. Militär befördert Kriegszustand. Indigene geben nicht auf, Monterilla

Ani Dießelmann

Bei den seit Mitte März anhaltenden Protesten im kolumbianischen Departamento del Cauca ist bisher ein Polizist gestorben. Acht Indigene sind ermordet worden. Dazu kommen viele Verletzte und Schwerverletzte. Der Protest findet inmitten des traditionellen Gebiets der »Menschen des Wassers« statt, in ihrer eigenen Sprache nennen sie sich »Nasa«. In den 84 Autonomiegebieten im Bezirk Cauca leben acht der hundert in Kolumbien noch existierenden indigenen Ethnien.

Die friedlich wirkenden Hügellandschaften und Ausläufer der Anden, die schneebedeckten Vulkane und tropischen Bergterrassen, die wilden Flüsse und steilen Canons täuschen Ruhe vor. Doch hinter der fruchtbaren Landschaft verbirgt sich ein »Genozid«, so Jhoe Sauca gegenüber jW. Er ist im Indigenenrat des Cauca (CRIC) verantwortlich für Menschenrechte und erklärt: »Die Verteidigung des Friedens ist die zentrale Forderung.« Die Protestierenden wollen nicht mehr, als mit dem Präsidenten Iván Duque persönl...

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