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23.03.2019 / Inland / Seite 4

Vier Warnungen aus Marokko

Terroranschlag Breitscheidplatz: Geheimdienst DGST wies deutsche Behörden mehrfach auf möglichen Attentäter hin. CDU-Mann stellt brisante Frage

Claudia Wangerin

Viermal hatte der marokkanische Inlandsgeheimdienst DGST im Herbst 2016 deutsche Behörden vor den Aktivitäten des tunesischen Staatsbürgers Anis Amri in der BRD gewarnt. Darüber berichtete der damals zuständige Verbindungsbeamte des Bundeskriminalamts (BKA) am Donnerstag vor dem Untersuchungsausschuss des Bundestags zum Terroranschlag auf dem Berliner Breitscheidplatz. Nach bisherigen Erkenntnissen war es Amri, der dort am 19. Dezember 2016 – gut zwei Monate nach der ersten Warnung des DGST – den Lkw in die Menschenmenge auf dem Weihnachtsmarkt gelenkt hatte.

Der BKA-Beamte Robin O’Debie hatte damals seine Behörde in der marokkanischen Hauptstadt Rabat vertreten. Die Zusammenarbeit mit dem DGST lobte er vor dem Ausschuss als »sehr gut« und vertrauensvoll. In den Aktenvermerken wurde Amri vom DGST als »Islamonaut« bezeichnet – die marokkanischen Kollegen hätten das Wort »Islamist« ablehnt, so der Verbindungbeamte. Allgemein würden »die Marokkaner immer ...

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