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09.03.2019 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Kritik an Draghi

Lust und Risiken des Kapitalverkehrs

Lucas Zeise

Mario Draghi ist in der deutschen Presse nicht sonderlich beliebt. Sie macht den Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB) für die niedrigen Zinsen verantwortlich oder, wie Philip Plickert in der FAZ am vergangenen Donnerstag kommentierte, für die »Umverteilung« von den Gläubigern zu den Schuldnern. Richtig daran ist: Je niedriger der Zins, desto günstiger (unter sonst gleichbleibenden Umständen) ist das für den Schuldner und desto ungünstiger für den Gläubiger. Seit drei Jahren beträgt der Leitzins im Eurogebiet null Prozent. Draghi verkündete am Donnerstag, dass er frühestens Anfang 2020 erhöht werden könnte. Bis vor kurzem hatte er noch eine Zinserhöhung im Herbst dieses Jahres in Aussicht gestellt. Der Grund für die Verschiebung: Die Wirtschaftsaussichten haben sich verschlechtert. Die EZB reduziert ihre Wachstumsprognose für das laufende Jahr von zuvor 1,7 auf nun 1,1 Prozent. Sie ist mit diesem Konjunkturpessimismus nicht allein. Die deutsche R...

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