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08.03.2019 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Touristenkolonie Athen

Airbnb verdrängt Einwohner der griechischen Hauptstadt aus ihren Wohnungen. Investoren nehmen ihren Platz ein

Efthymis Angeloudis

Die Athener können sich ihre Wohnungen nicht mehr leisten. Schuld ist nicht nur die nicht enden wollende Krise, die Hungerlöhne oder die hohe Arbeitslosigkeit. Die Hauptstadt Griechenlands ist seit 2010 zu einer riesigen Touristenkolonie mutiert und drängt seine Bewohner durch Mieterhöhungen und Zwangsräumungen aus ihren Häusern. Maßgeblich daran beteiligt ist die Onlinebuchungsbörse für Ferienwohnungen, Airbnb. »Lebe wie ein Einheimischer, mache eine einzigartige Erfahrung«, verspricht das Unternehmen aus dem Silicon Valley in seiner Werbung. »Mach die wahre griechische Erfahrung. 500 Euro Gehalt, 400 Euro Miete«, antworten Einwohner in den Athener Nachbarschaften.

Die Wohnungssuche in Athen gleicht einem Alptraum: Eine Einzimmerwohnung in Pangrati mit 28 Quadratmetern kostet 450 Euro Miete, eine 49-Quadratmeter-Wohnung im linken Szeneviertel Exarchia 500 Euro. Was für deutsche Verhältnisse als Schnäppchen erscheinen mag, ist mit griechischen Löhnen fast...

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