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07.03.2019 / Inland / Seite 8

»Wir haben gezeigt, dass man sich wehren kann und muss«

25jähriges Jubiläum: Erwerbslosenverein »Tacheles« berät Benachteiligte im Umgang mit Behörden. Gespräch mit Harald Thomé

Markus Bernhardt

Der Erwerbslosen- und Sozialhilfeverein »Tacheles« in Wuppertal hat kürzlich sein 25jähriges Bestehen gefeiert. Ihr Verein wurde am 24. Februar 1994 als Reaktion auf die rechten Brandanschläge von Solingen und Mölln gegründet. Was hat Ihre Arbeit mit der damaligen Serie rassistisch motivierter Gewalttaten zu tun?

Solingen ist Nachbarstadt von Wuppertal, und wir haben damals überlegt, was wir gegen Neonazis machen können. Im Ergebnis stand das »Projekt Tacheles« als Interessenvertretung von Arbeitslosen und materiell benachteiligten Menschen. Unser Ziel war und ist es, Menschen in Notlagen durch praktisches, solidarisches Handeln zu unterstützen, ihre Rechte wahrzunehmen und zu verteidigen, durch gute Beratungsarbeit zu überzeugen und dabei antifaschistische Positionen zu vertreten.

Was genau macht die Arbeit Ihres Vereins aus?

Sie umfasst drei Bereiche. Zum einen die konkrete Sozialberatung vor Ort. Das heißt: Bescheide prüfen, Anträge und Widersprüche sc...

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