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28.02.2019 / Ausland / Seite 7

Russisch raus

Parlament der Ukraine berät neues Sprachgesetz. Einziger Zweck: »Sprache des Aggressors« verdrängen

Reinhard Lauterbach

Im ukrainischen Parlament beginnt am heutigen Donnerstag die zweite Lesung eines »Gesetzes über die Staatssprache«. Gegenüber der ersten Lesung im vergangenen Oktober haben verschiedene Abgeordnete rund 2.000 Änderungsanträge eingebracht, die das Projekt im ganzen noch weiter verschärfen. Ihre Debatte könnte sich über Tage oder auch Wochen hinziehen.

Kern des Gesetzentwurfs ist die zwangsweise Etablierung des Ukrainischen als vorherrschende Sprache in Bildungswesen, Kultur, Handel und sogar Gesundheitswesen. Unterricht in den Sprachen »nationaler Minderheiten« ist nur noch auf Vorschulniveau vorgesehen. Strenggenommen sollen Kinder russischsprachiger Eltern somit nicht einmal mehr auf russisch lesen und schreiben lernen. Ab der Grundschule soll der ganze Unterricht auf ukrainisch oder in »den offiziellen Sprachen der EU« stattfinden. Dies ist der Versuch, den Konflikt mit Ungarn über die Behandlung der magyarischen Minderheit im Transkarpatengebiet zu ...

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