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19.02.2019 / Feuilleton / Seite 11

Man fragt sich, wie

Klassikeraneignung statt Theaterrevolution? »Brecht in Russland heute« war das Thema der Brecht-Tage in Berlin

Erik Zielke

In der von dem Regisseur Kirill Serebrennikow 2009 am Moskauer Künstlertheater zur Premiere gebrachten »Dreigroschenoper« erobern die Darsteller der Bettler in der Pause das Foyer und sprechen das bürgerliche Publikum mit der Bitte um Geld an. Das zahlt bereitwillig, und so ist über die Jahre eine beachtliche Summe zusammengekommen. Man kann sich vorstellen, dass Brecht dieser Einfall gefallen hätte.

Die Berliner Brecht-Tage begannen in diesem Jahr am Geburtstag des Dramatikers (10. Februar). Sechs Tage lang ging es im Brecht-Haus um ihn und Russland. Den Auftakt machten der Opernregisseur Sergio Morabito und die Dramaturgin Olga Fedianina, die über den erwähnten Serebrenni­kow sprachen. Der Film-, Opern- und Schauspielregisseur sowie Leiter des Gogol-Centers in Moskau steht unter Hausarrest – ihm wird der Prozess wegen Veruntreuung staatlicher Gelder gemacht. Ein Vorwurf, der Zweifel weckt, behauptete die Staatsanwaltschaft doch etwa, dass es eine Inszen...

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