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16.02.2019 / Geschichte / Seite 15

Eroberung und Massenmord

Ein Heer spanischer Konquistadoren unter Hernán Cortés begann 1519 mit der Zerstörung der indigenen Hochkulturen Mittelamerikas

Gerd Bedszent

Die Vernichtung der indigenen Hochkulturen Mittelamerikas wird meist mit dem Jahr 1492 in Verbindung gebracht, als zeitgleich mit der Eroberung des bis dahin arabisch dominierten Südspanien eine spanische Flotte unter dem Kommando des Italieners Cristoforo Colombo bei der Erkundung des Seeweges nach Indien auf die Inselgruppe der Bahamas stieß. Colombo hielt diese und weitere karibische Inseln zunächst für Teile Japans oder Chinas. Das mittelamerikanische Festland erreichte er schließlich 1502 auf seiner vierten Schiffsexpedition. Die Eroberung Mexikos durch das spanische Königreich begann hingegen erst im Jahre 1519.

Die Landnahme der Spanier und nachfolgend auch anderer europäischer Mächte hatte für die Bewohner der karibischen Inselwelt fürchterliche Folgen. Die zum Zeitpunkt der Eroberung mehrere Millionen Einwohner umfassende indigene Bevölkerung der Karibik wurde faktisch ausgerottet. Die Zahl der allein die Insel Hispaniola (heute: Haiti) bewohn...

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