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12.02.2019 / Feuilleton / Seite 11

Wäre eine Vier nicht lieber eine Sieben?

Zum Tod des Schriftstellers, Zeichners, Illustrators und Kinderbuchautors Tomi Ungerer

Wiglaf Droste

»Der nächste, bitte«, sagt Freund Hein und grinst sein Totenschädelgrinsen. Nur sechs Wochen nach dem Dichter, Zeichner und Lehrer im besten Sinne, F. W. Bernstein, der seit dem 20. Dezember 2018 nicht mehr sterblich ist und im Alter von 80 Jahren der Welt den Rücken kehrte, starb, 87jährig, der Schriftsteller, Zeichner, Illustrator und Kinderbuchautor Tomi Ungerer im Haus seiner Tochter im südwestirischen Cork. Ungerer, der sich als überzeugter Elsässer und Europäer sah, hatte sich bereits Mitte der 70er Jahre auf einer riesigen Farm am südwestlichen Zipfel Irlands ein Refugium für sich und seine Familie geschaffen, ein Paradies mit Sturmwind und Atlantikrauschen, mit 1.000 Jahre alten Burgruinen, angelegten Steinskulpturengärten, einem Atelier, mehreren Cottages, mit Schafen und schlauen Hütehunden.

Als ich ihn im Juni 2016 dort traf, saßen wir an einem Tisch über der See, Ungerer rauchte Selbstgedrehte, was nicht so leicht war, denn er hatte nicht nur ...

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