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11.02.2019 / Inland / Seite 5

Germania am Boden

Konkurrenzdruck und pathologische Ablehnung von Gewerkschaften führten zur Insolvenz der Airline

Elmar Wigand

Anfang der Woche ging mit Germania eine deutsche Flugline insolvent, die immerhin vier Millionen Fluggäste im Jahr beförderte und 2018 vom Portal Trip-Advisor als beliebteste deutsche Airline bewertet wurde.

Der gute Ruf der Germania bei Fluggästen – der vor allem durch kostenlose Sandwiches entstand – wurde von den Beschäftigten so nicht geteilt. Mit Germania verschwindet ein Unternehmen von der Bildfläche, das von gewerkschaftlich organisierten Piloten und Flugbegleitern sehr kritisch gesehen wurde. In Sachen Mitbestimmung, Führungsstil und Arbeitsbedingungen lag ziemlich viel im Argen, manches erscheint skandalös.

Eine fast schon pathologische Ablehnung von Gewerkschaften und Personalräten dürfte die Krise des Unternehmens verschärft haben – einerseits fehlte der selbstherrlichen Verwaltung ein Korrektiv, andererseits war Germania für Piloten nur dritte Wahl. Man unterschrieb dort nur zähneknirschend. Da Piloten international umworben werden, entstand ...

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