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08.02.2019 / Feuilleton / Seite 10

Das Unaussprechliche

Völlig ironiefrei: Der russische Theaterregisseur Timofej Kuljabin verhilft Tschechows »Drei Schwestern« zu neuer Kraft

Erik Zielke

Der russische Regisseur Timofej Kuljabin, noch keine 35 Jahre alt, erobert die internationalen Theaterbühnen. Gern wird kolportiert, er sei ein vom russischen Staat verbotener Autor. Das allerdings ist höchstens die halbe Wahrheit: Seine »Tannhäuser«-Inszenierung von 2014 wurde nach heftigen Protesten christlich-orthodoxer Eiferer abgesetzt, die Blasphemie witterten. Ein Skandal ist aber selten wirklich schädlich im Kulturbetrieb – das Gegenteil ist der Fall.

Und doch überzeugt dieser Regisseur vor allem durch handwerkliches Können. Anton Tschechows »Drei Schwestern« hat er 2015 am Nowosibirsker Theater »Rote Fackel« in Szene gesetzt, wo er auch als künstlerischer Leiter tätig ist. Am vergangenen Wochenende wurde die Inszenierung als Gastspiel am ausverkauften Deutschen Theater Berlin gleich dreimal gezeigt. Mit Tschechows Drama macht Kuljabin etwas, das auf deutschen Bühnen zu einer Seltenheit geworden ist: Er lässt es vollkommen ironiefrei spielen, nich...

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