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08.02.2019 / Schwerpunkt / Seite 3

Zum Beispiel Jugoslawien

Jörg Kronauer

Die Rolle, die der BND bei der Zerschlagung Jugoslawiens gespielt hat, verdeutlicht exemplarisch, weshalb es jeder Bundesregierung vorteilhaft erscheinen muss, die Spione vor Ort in Reichweite zu wissen. Der Dienst hatte von Pullach aus schon in den 1960er Jahren seine Fühler in Jugoslawiens Teilrepublik Kroatien ausgestreckt und hielt in den 1970ern engen Kontakt zu dem kroatischen Geheimdienstler Ivan Krajačić, um den sich damals führende Separatisten in Zagreb scharten, unter ihnen ein gewisser Franjo Tudjman. Parallel stellte der BND Beziehungen zwischen den Zagreber Separatisten und der bundesdeutschen Ustascha-Emigration her, darunter – das berichtet der Geheimdienstexperte Erich Schmidt-Eenboom – Führungspersonen der alten Ustascha wie Branimir Jelić, Präsident des »Kroatischen Nationalkomitees« in der Bundesrepublik, der seinerseits Kontakt zu Bonner Regierungsstellen hielt. Seit Beginn der 1980er Jahre trieb der BND – s...

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