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04.02.2019 / Feuilleton / Seite 10

Ist das Kunst, oder gehört das wem?

Von falscher und echter Freiheit. Hanno Rauterberg verteidigt ein Ideal

Stefan Gärtner

Wenn das Abendland demnächst untergeht, dann weil der Kapitalismus so schön gesiegt hat. Ob es vorher untergeht, weil sich als links verstehende Aktivisten in New York oder Berlin dafür verwendet, als diskriminierend eingestufte Artefakte anzuzeigen oder sogar aus dem Verkehr zu ziehen? Hanno Rauterberg, Kunsthistoriker und Redakteur bei der Zeit, muss in »Wie frei ist die Kunst?« mit dem Gedanken wenigstens spielen, damit seinem Essay zum »neuen Kulturkampf« der Boden nicht fehle, und meldet sogleich einen »ästhetischen Klimawandel« – besser vielleicht: einen Wandel des ästhetischen Klimas –, »obwohl weder in New York noch in Berlin die umstrittenen Kunstwerke weichen [mussten] oder mit absichernden Warnhinweisen versehen wurden«.

Safe Spaces für alle

In einem anderen Berliner Fall, dem Fall Gomringer, hat freilich ein Kunstwerk weichen müssen, und wahr ist, dass die Selbstverständlichkeit, mit der Kunst als Überwölbendes, allein an ästhetischen Maßstäbe...

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