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04.02.2003 / Feuilleton / Seite 14

Mit Absicht

Kurz vorm Krieg ist Berlins Urlesebühne auferstanden

Sabine Lueken

Ihre Nachfolger sind Legion: Mittwochsfazit, Dr. Seltsams Frühschoppen, Benno-Ohnesorg-Theater, Salon Pröpke, Reformbühne Heim & Welt, LSD, Radio Hochsee, Surfpoeten, O-Ton-Ute, Chaussee der Enthusiasten, Lokalrunde, Kantinenlesen. Vielleicht sind inzwischen schon weitere wie Pilze aus dem Boden geschossen, vielleicht sind einige hier nicht erwähnt, aber ohne Absicht. Die Höhnende Wochenschau war Berlins Urlesebühne der Neunziger.

Im chaotischen Jahr 1989 der Auflösung der DDR, als keiner mehr durchblickte, wo links und rechts ist, versuchte ein kleines Häuflein »Aufrechter« in Berlin-Kreuzberg, die Orientierung zu behalten. Es entstand eine ganze Szene aus einem Dutzend Journalisten, die aus der taz rausgeflogen waren oder mit ihr nichts oder immer weniger zu tun haben wollten, sowie linken Künstlern, Malern, Schreibern und Videomachern, die verschiedene Projekte, z. B. Bismarck-Media, die Zeitung RZ, die Spaßpartei KPD/RZ und eben auch – im Sommer 19...

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