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31.01.2019 / Ausland / Seite 7

Antisemitischer Aufmarsch

Vor dem Lagertor von Auschwitz demonstrierten polnische Faschisten gegen »Invasion des Judentums«

Reinhard Lauterbach, Poznan

Am diesjährigen Holocaust-Gedenktag hat es im südpolnischen Oswiecim zwei Veranstaltungen gegeben. Die eine fand am Sonntag unter Beteiligung von Ministerpräsident Mateusz Morawiecki, dem israelischen und dem russischen Botschafter im Innern des ehemaligen Konzentrationslagers Auschwitz statt und erinnerte an die Befreiung. Die andere auf den Straßen der Stadt. Dort zogen vom Bahnhof bis zum Lagertor einige hundert Faschisten.

Unter einem Transparent mit der Aufschrift »Tod made in Germany« rief Piotr Rybak, ihr Anführer, ins Megaphon, Polen müsse sich von der »Invasion des Judentums« befreien. Die Polizei sah keinen Anlass einzugreifen, obwohl Rybak ein notorischer Antisemit ist, der bereits für das öffentliche Verbrennen einer Puppe bestraft wurde, die einen Juden darstellte. Sie eskortierte den Zug der Rechten und notierte die Personalien von zwei Gegendemonstranten, die ein Transparent mit den Worten »Stop faszyzm« hielten.

Als der Vorfall in die Medi...

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