Der Schwarze Kanal
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29.01.2019 / Ausland / Seite 7

Erinnerung und Heuchelei

Italien gedenkt Opfer des Holocaust. Staatspräsident Mattarella fordert, neuen Rassismus zu stoppen

Gerhard Feldbauer

In Italien haben am Sonntag in zahlreichen Städten Zehntausende Menschen der Opfer des Faschismus gedacht. Allein in Rom gab es 107 Veranstaltungen an dem von den Vereinten Nationen in Erinnerung an die Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz durch die Sowjetarmee am 27. Januar 1945 eingeführten Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust.

Der italienische Staatspräsident Sergio Mattarella rief, wie die Nachrichtenagentur ANSA berichtete, in seinem Amtssitz im Quirinalspalast dazu auf, wachsam zu sein, da der »Shoah-Virus« dabei sei, zu erwachen. Die Medien des Landes waren sich einig, dass die Rede des Staatspräsidenten sich gegen den rassistischen Kurs von Lega-Chef, Vizepremier und Innenminister Matteo Salvini richtete, der sich zu Mussolini und seinen Rassengesetzen bekennt und die Verfolgung von Migranten und Sinti und Roma befürwortet. Unterstützt wird dies auch von der rechten »Fünf-Sterne-Bewegung« (M5S) von Luigi Di Maio, eben...

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