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04.02.2003 / Ansichten / Seite 3

Auf Raten

Anfang vom Ende der Regierung Schröder?

Arnold Schölzel

Der Wahlsieg Gerhard Schröders am 22. September 2002 versetzte die Großmedien des Landes in kollektive Raserei. Die FAZ gewann die Bundestagswahl wochenlang per Leitartikel nachträglich auf dem Papier. Bild war beleidigt. Beide Blätter inszenierten eine »Deutschland-geht-unter«-Kampagne, die Restmedien folgten. Die FAZ ließ Arnulf Baring von der Leine und ins Feuilleton, der dort »Bürger, auf die Barrikaden« rief und von der drohenden »DDR light« halluzinierte.

Unter den Herrschenden herrschte offenbar Unsicherheit, ob die Koalition ihre Hausaufgaben machen würde. Es gab Putschgelüste, d. h. das Liebäugeln mit einer Blockade der Bundesregierung inner- und außerhalb des Parlaments. In der Geschichte der Bundesrepublik ein neuer Vorgang, Parallelen zu Weimar wurden mit Recht gezogen, soweit es die grundlegenden Probleme des Kapitalismus angeht. Schröders »Ich...

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