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26.01.2019 / Geschichte / Seite 15

Leningrad ist frei!

Vor 75 Jahren zerschlug die Rote Armee den Blockadering der Wehrmacht um die Metropole an der Newa

Martin Seckendorf

Zehn Wochen nach Beginn der Aggression gegen die Sowjetunion erreichte die Heeres­gruppe Nord mit zwei Armeen (16. und 18.) und der Panzergruppe 4 Leningrad. Von Norden drang die finnische Armee als Verbündeter der Wehrmacht auf der Karelischen Landenge gegen die Stadt vor. Am 8. September 1941 eroberte die Wehrmacht Schlüsselburg am Ladogasee. Damit gab es für Leningrad keine Landverbindung mehr zum nichtbesetzten Gebiet. Die drei Millionen Einwohner der Stadt und der Randgebiete, darunter mehr als 400.000 Kinder, waren eingeschlossen.

Strategie des Aushungerns

Nach den Plänen der deutschen Führung sollte die Stadt nicht erobert, sondern eingeschlossen, zerstört und ausgehungert werden. Damit fügten sich die Befehle gegen Leningrad in das Gesamtkonzept der Nazis für die Besatzungspolitik in der UdSSR ein. Man war der Meinung, die unterworfene Sowjetunion sei nur dann dauerhaft zu beherrschen und stehe als Lieferant von Lebensmitteln und Rohstoffen sowie ...

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